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Kacheln fürdiese vier RoutenKacheln je Zoomstufe:Zoomstufe 102Zoomstufe 114Zoomstufe 129Zoomstufe 1325Zoomstufe 1481Raster: Kacheln der Stufe 13,Ränder der Stufe 12 dickerRouten © OpenStreetMap-Mitwirkende
Vier Wanderrouten rund um Innsbruck auf dem Raster der Kartenkacheln, das sie abdeckt. Jede Zoomstufe teilt jede Kachel in vier, deshalb wächst ihre Zahl schnell: Die Zahlen geben an, wie viele Kacheln jede Zoomstufe braucht.
Unterwegs

Wanderkarte offline auf dem Android-Handy

Warum deine Wanderkarte ohne Netz funktionieren sollte, wie du sie zu Hause herunterlädst und prüfst und was eine Offline-Karte kann und was nicht.

· Malik · 8 Min. Lesezeit

Eine Karte, die erst beim Hinschauen lädt, endet dort, wo das Netz endet. In der Stadt merkst du davon nichts: Die Karte ist da, bevor das Handy aus der Tasche ist. In den Bergen bricht das Netz genau an der Weggabelung ab, und statt der Karte siehst du graue Kästchen rund um deine Position.

Die Lösung ist eine Karte, die du herunterlädst, bevor du losgehst. walker, die App für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren, die ich für Android entwickle, setzt ganz auf solche Karten: Die App lädt unterwegs nie eine Karte aus dem Internet. Das meiste in diesem Text gilt aber für jede Karten-App.

Warum dich eine Karte, die Netz braucht, im Stich lässt

Oft gibt es kein Netz. Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) schreibt es ohne Umschweife: „Im Hochgebirge gibt es meistens keinen bzw. nur einen schlechten Empfang mobiler Daten.“ In tiefen Tälern und auf der anderen Seite eines Grats ist es nicht besser. Eine Karte, die über das Internet lädt, kann dort nichts zeigen.

Im Ausland kann die Karte außerdem Geld kosten. In der EU und in Island, Liechtenstein, Norwegen, Moldau und der Ukraine telefonierst und surfst du zu Inlandspreisen. Außerhalb davon kann Datenroaming teuer werden. Frag deshalb vor der Reise bei deinem Mobilfunkanbieter nach dem Preis.

Die Suche nach einer Verbindung kostet auch Akku. Der ÖAV rät, die mobilen Daten für eine Tour abzuschalten: „Damit die andauernde Herstellung einer Datenverbindung, im Laufe der Tour, nicht zum Stromfresser wird, empfiehlt es sich daher, die mobilen Daten am Smartphone grundsätzlich zu deaktivieren.“ Ein leerer Akku am Berg ist ein viel größeres Problem als eine fehlende Karte.

Deine Position braucht kein Netz

Das überrascht viele. Der GPS-Empfänger in deinem Handy empfängt die Signale von Satelliten. Um zu wissen, wo du bist, braucht er keine mobilen Daten. Der schottische Bergsportverband Mountaineering Scotland rät, das Handy in den Flugmodus zu schalten, damit der Akku deutlich länger hält, und sagt dazu, dass GPS dabei weiter funktioniert und du deinen Weg trotzdem findest.

Die Position ist also nicht das Problem. Die Karte darunter ist es. Sobald die Karte auf dem Handy gespeichert ist, kannst du die mobilen Daten abschalten oder den Flugmodus einschalten und siehst trotzdem, wo du bist.

Zu Hause vorbereiten

Vor dem Losgehen herunterladen

Karten sind groß. Lade sie zu Hause im WLAN herunter, und zwar jede Karte, die du brauchen könntest. Dann hängt am Berg nichts von mobilen Daten ab.

Mehr als die Route mitnehmen

Pläne ändern sich. Vielleicht nimmst du einen anderen Weg ins Tal, suchst eine Hütte oder drehst früher um. Speichere die Karte für ein großzügiges Gebiet rund um deine Tour, und mehr als eine Kartenart, wenn deine App mehrere hat. Nimm das Tal, in dem du startest, und die Täler daneben mit dazu.

Alles aufladen

Der Deutsche Alpenverein (DAV) rät, das Handy vor einer Tour voll zu laden und am Körper zu tragen, wo es warm bleibt: „Gerät vor einer Tour komplett laden und für mehr Wärme am Körper tragen.“ Und weiter: „Bei längeren bzw. kälteren Touren ist eine Powerbank zum Wiederaufladen des Smartphones sehr hilfreich.“

Vorher testen

Mach das zu Hause, am Abend vor der Tour:

  1. Schalte den Flugmodus ein.
  2. Öffne deine Karten-App.
  3. Zoome und scrolle die ganze Route entlang, vom Parkplatz bis zum Gipfel und zurück, und ein Stück darüber hinaus.

Ist irgendein Teil grau oder unscharf, ist er nicht heruntergeladen. Hol ihn jetzt, solange du noch WLAN hast. Danach schaltest du den Flugmodus wieder aus.

Was eine Offline-Karte kann und was nicht

Ist die Karte heruntergeladen, funktionieren drei Dinge weiter:

Ohne Verbindung fallen drei Dinge weg:

Für den Notfall solltest du eines wissen. Laut den Tipps des ÖAV, über die Vorarlberg Online berichtet, verbindet sich das Handy beim Notruf 112, der europäischen Notrufnummer, „automatisch mit dem stärksten verfügbaren Netz“. Dieselben Tipps ziehen den Flugmodus dem Ausschalten vor: „Der Flugmodus sollte immer dem kompletten Ausschalten vorgezogen werden, um in Notfällen schneller reagieren zu können.“ Der DAV ergänzt einen Hinweis für alle, die allein unterwegs sind: „Wer jedoch allein unterwegs ist, sollte wissen, dass dann die Handy-Ortung bei einer Suchaktion nicht funktioniert.“

Eine Offline-Karte ersetzt auch keine Papierkarte. Beim DAV heißt es: „Grundsätzlich sollte immer eine Papierkarte als Backup im Rucksack sein.“ Sie braucht keinen Akku und kein Netz.

So macht es walker

Die Karten in walker sind Kartenregionen, die auf deinem Handy liegen. Ist eine Region einmal heruntergeladen, funktioniert die Karte überall darin. Die Einzelheiten stehen im Abschnitt „Karten“ der Hilfe.

Um eine Region hinzuzufügen, öffnest du Map packs (die Kartenpakete) → Add region (Region hinzufügen) und wählst ein Gebiet: ein Bundesland oder eine Provinz, einen Bezirk oder genau den Kartenausschnitt auf deinem Bildschirm. walker zeigt dir, wie groß der Download ist, bevor er beginnt. Während er läuft, kannst du die App weiter benutzen, und ein unterbrochener Download macht dort weiter, wo er aufgehört hat.

Die Karten beruhen auf OpenStreetMap. Vor dem Herunterladen zeigt walker, was der Kartenserver erfährt: deine Internetadresse, die Region und die Uhrzeit. Deine Position und deine Wanderungen erfährt er nie. In Privacy & storage (Datenschutz und Speicher) steht jeder Zeitpunkt, zu dem walker online war.

Öffnest du walker an einem Ort, den keine heruntergeladene Region abdeckt, sagt die Karte das, und ihr Hinweisbanner führt zu Map packs. Von sich aus sucht walker nie nach neueren Karten. Wenn du das willst, tippst du dort auf Check for updates (nach Aktualisierungen suchen).

Für bergiges Gelände gibt es noch mehr. Zu jeder Region in Map packs kannst du den Download Terrain (Gelände) hinzunehmen: die Höhen des Geländes in dieser Region. walker macht damit die Höhen deiner Wanderungen genauer und zeichnet daraus auf dem Handy die Schummerung, also die Schattierung, die das Relief zeigt, und Höhenlinien. Beides erscheint in der Ebene Topo, mit einer Höhenlinie alle 10 m und einer Beschriftung alle 50 m. Wie das Handy sie zeichnet, steht in Höhenlinien und Schummerung auf dem Handy.

Für Deutschland gibt es über die Ebenen-Schaltfläche der Karte zwei weitere Ebenen. TopPlusOpen ist die amtliche topographische Karte des Bundes. Aerial (Luftbild) zeigt die Luftbilder der Bundesländer mit den Wegen der Karte darüber. Es gibt sie für fünfzehn der sechzehn Länder. Für beide rahmst du ein Gebiet auf der Karte ein und wählst die Auflösung, 3 m, 1,5 m oder 0,75 m pro Pixel, und walker zeigt die Größe, bevor irgendetwas online geht.

Jede Ebene kommt aus einem Download, den du selbst startest, am besten zu Hause im WLAN. Unterwegs lädt die Karte nichts aus dem Internet. Damit die Aufzeichnung selbst stundenlang in der Tasche weiterläuft, lies Wenn Android die Aufzeichnung beendet.

Eine Checkliste

Ob du in den Bergen Netz hast, entscheidest nicht du. Über die Karte schon: Die Karte, die an der Weggabelung funktioniert, ist die, die du am Abend vorher zu Hause heruntergeladen und getestet hast, als es noch nicht darauf ankam.

walker Zeichnet Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren mit Offline-Karten auf. Nichts verlässt dein Handy. Bald bei Google Play.